Patientensicherheit noch weiter verbessert
St. Josef-Krankenhaus erhält Urkunde der GRB für klinisches Risiko-Management-System

Am vergangenen Montag bestätigte Frau Hinke von der Gesellschaft für Risikoberatung dem Krankenhaus mit der Überreichung einer Urkunde, dass das St. Josef Krankenhaus ein umfassendes Risikomanagement zur Steigerung der Patientensicherheit etabliert hat.
Die Sicherheit der Patienten in allen Phasen der Diagnostik, Therapie und Pflege zu gewährleisten ist das Anliegen in jedem Krankenhaus.
Das St. Josef Krankenhaus Wipperfürth ging in den vergangenen zwei Jahren noch einen Schritt weiter und überprüfte zusammen mit der Gesellschaft für Risikoberatung in der Notaufnahme und der Operationsabteilung die Kriterien für Patientensicherheit. Daraus entstanden mehrere Projekte, die die Patientensicherheit weiter verbessern. Für jeden Patienten, der in das St. Josef Krankenhaus aufgenommen wird, wird es daran spürbar, dass ihm – entsprechend der Empfehlungen des nationalen Aktionsbündnisses Patientensicherheit – ein Patientenidentifikationsarmband angeboten wird. Dies ist ein Baustein, um Patientenverwechslungen bei Operationen, Untersuchungen oder Blutentnahmen zu vermeiden. Besonders wichtig ist dies bei Kindern, verwirrten oder fremdsprachlichen Patienten. Dr. Mellage, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin: „Obwohl wir eine überschaubare Einrichtung sind und uns die persönliche Ansprache des Patienten wichtig ist, wollten wir diese Empfehlung des Aktionsbündnisses als objektives Kriterium der eindeutigen Identifizierung umsetzen.“ Die Qualitätsmanagementbeauftragte Dorothea Streffer bestätigt: „Wissen die Patienten, dass das Armband zu größerer Sicherheit beiträgt, akzeptieren sie das Armband gerne“.
Ein weiterer Schritt war die Einführung eines freiwilligen Berichtssystems CIRS (engl.: Critical Incident Reporting System) zur Meldung und Dokumentation von Zwischenfällen und unerwünschten Ereignissen. Immer wieder ereignen sich in Einrichtungen des Gesundheitswesens solche unerwünschten Ereignisse, die glücklicherweise in den meisten Fällen nicht zu einer Schädigung führen. Die Analyse dieser Vorkommnisse ist jedoch ein wichtiger Wissensquell, aus dem man für die Zukunft lernen kann. Frau Dr. Steden, leitende Ärztin in der Anästhesie: „Wir sind erfreut, dass unseren Mitarbeitern nun dieses Berichtssystem zur Verfügung steht. So können Risiken erkannt und systematisch bearbeitet werden.“


